1. Woher kommt deine Liebe für die Nähbranche?
Schon als Kind habe ich gerne gebastelt, genäht und kreativ gearbeitet. In der Schule hatten wir jede Woche ein paar Stunden Nähen. Ich bin in die Pflege gegangen, und Nähen war mein kreativer Ausgleich. Nach meinem Abschluss habe ich eine Nähschule besucht, um das Handwerk richtig zu lernen. Ich habe viel für mich und meine Kinder genäht. Irgendwann gab es eine Pause – zu viel Arbeit, kleine Kinder usw. Aber es hat nie aufgehört zu kribbeln. Als die Kinder Teenager wurden, habe ich angefangen, Workshops zu geben (neben meinem Job als Krankenschwester). Nach 10 Jahren habe ich schließlich mein Geschäft eröffnet. Meine Mutter hat früher auch genäht und hatte die Gelegenheit, einen Stoff- und Kurzwarenladen zu übernehmen – sie hat es nicht getan. Vielleicht war das meine Motivation, den Schritt zu wagen.
2. Wie lange hast du dein Geschäft schon?
Mein physisches Geschäft gibt es jetzt seit 5 Jahren, aber ich habe schon vorher Workshops gegeben.
3. Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt mit den Kund*innen?
Es ist schön, die Menschen kennenzulernen. Im Laden kann man besser beraten und die Bedürfnisse der Kund*innen erkennen.
4. Was ist der Mehrwert eines „Offline“-Geschäfts?
Man kann gezielt beraten, welche Stoffe sich für welches Projekt eignen – besonders wichtig für Anfänger*innen.
5. Was findet eine Sewista bei dir im Laden?
Eine große Auswahl an Stoffen, Kurzwaren und ein schönes Sortiment an Bändern, Spitzen und Dessous-Materialien.
6. Woher bekommst du Inspiration für neue Stoffe oder Schnittmuster?
Aus Modezeitschriften, Shows, Läden, Social Media – und ich überlege immer, wofür man den Stoff verwenden kann.
7. Gibt es Hotspots in deiner Nähe für Sewistas?
Ich bin nicht direkt in einer Stadt, sondern an einer Verbindungsstraße zwischen zwei Orten – daher keine besonderen Hotspots in der Nähe.
8. Was war dein erstes Nähprojekt?
Ein Lätzchen aus rosafarbener Frottee mit braunen Bändern und Applikation – genäht in der Schule. Vielleicht liegt es noch in einer alten Kiste.
9. Beobachtest du ein Comeback der DIY-Nähszene?
Ja, nach dem ersten Lockdown haben viele das Nähen wiederentdeckt. Die Nachfrage nach Workshops ist riesig.
10. Hast du viele junge Sewistas im Geschäft?
Ich habe ein gemischtes Publikum, aber immer mehr junge Leute fangen an zu nähen – vor allem junge Mütter für ihre Kinder.
11. Welche Sewista bewunderst du?
Ich finde es toll, wie kreativ manche Kund*innen sind – ihre Werke inspirieren mich.
12. Was ist dein größter Traum?
Ich bin froh, dass ich mein Geschäft eröffnet habe. Seit Februar 2020 bin ich in einem größeren Raum – mein Traum ist ein erfolgreiches Unternehmen.
13. Lieblingsschnittmuster von Fibre Mood?
Ich habe keinen Favoriten – ich mag sie alle.
14. Lieblingsstoff von Fibre Mood?
Keinen bestimmten – aber fließende Stoffe gefallen mir besonders.
15. Welches Schnittmuster empfiehlst du Anfänger*innen?
Der Alice-Pullover – einfach und in vielen Stoffarten umsetzbar.